Ein zartes Schaudern - Fragmente der Wirklichkeit

Ein zartes Schaudern
Fragmente der Wirklichkeit

21. Oktober bis 30. Dezember 2012


Vom 21. Oktober bis 30. Dezember 2012 widmet sich das Kunst(Zeug)Haus
mit der Ausstellung „Ein zartes Schaudern. Fragmente der Wirklichkeit“ ei-
nem aktuellen Thema: der Befragung unserer heutigen Lebens- und Erfah-
rungsräume. Mit Werken von Ueli Alder, Karin Bühler, Gabriela Gerber und
Lukas Bardill, Monica Ursina Jäger, Aurelio Kopainig, Claudio Moser, Julia
Steiner, Ana Strika.

Im Zentrum der Ausstellung „Ein zartes Schaudern. Fragmente der Wirklich-
keit“ steht die Beschäftigung Schweizer Kunstschaffender mit der sie umge-
benden Welt. Die Arbeiten befragen die Glaubwürdigkeit von Wirklichkeit, ver-
wischen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion oder überprüfen die Posi-
tion des Individuums im unaufhaltsamen Grösser, Höher, Weiter, Schneller.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema geschieht teils
scheinbar harmlos mit leisen Verschiebungen und Brüchen, teils öffnen sich
befremdliche Orte voller Abgründe. Was heute noch ein Weiterdenken der
aktuellen Lage ist, kann morgen bereits fester Bestandteil unseres Lebens
sein – oder ist schon längst Realität, ohne dass es für uns offensichtlich ist.
Die Beschäftigung mit den steten Umbrüchen, Überlagerungen, Fragmentie-
rungen führt zu Verzerrungen und Verschiebungen, surreal anmutenden
Welten oder Neuformierungen aus Bruchstücken der Realität, geheimnisvoll
Schönem oder Unheimlichem, bitterem Ernst oder humorvoller Ironie. Die
Ausstellung gibt anhand einer exemplarischen Auswahl von Schweizer Künst-
lerinnen und Künstlern einen Einblick in die verschiedenen Wahrnehmungen
und Reflexionen von Lebenswirklichkeiten.

Manuela Reissmann, Kuratorin
Julia Steiner, Fragmente der Welten,
seit 2005, Installation
Monica Ursina Jäger, hideout.40, 2012
Tusche und Pigmentabrieb auf Papier, 115 x 160 cm
Claudio Moser, Débarcadère, 2010
Wallpaper, 261 x 171 cm
Ueli Alder, Southside Chicago Carpet, 2011
Fotografie, 90 x 80 cm